Das Zünglein an der Waage - Warum die Apotheken eine wichtige Zielgruppe sind

Knapp 100 Millionen jährlich – und somit etwa 300'000 Patientenkontakte täglich – finden in den rund 1800 Schweizer Apotheken statt. Durch die ausgedehnten Öffnungszeiten sind Patienten flexibel und erhalten – ohne vorgängige Terminvereinbarung – eine erste fachkompetente Beratung. Wir zeigen Ihnen, weshalb eine geschickte Kooperation zwischen Ihnen und den Apotheken sich auch im Rx-Bereich für Sie lohnt, wie Sie diese Zielgruppe erreichen und wie Sie vom wertvollen Wissen der Pharmazeuten für Ihr nächstes Projekt profitieren können!

Apotheken haben bei verschreibungsfreien Präparaten (OTC) einen grossen Einfluss darauf, welches Produkt an die Kunden verkauft wird. Pharmaunternehmen, die ein OTC-Präparat auf den Markt bringen, sind stets bemüht, die Apotheken von ihrem Arzneimittel zu überzeugen und das Personal dabei zu unterstützen, das Produkt im Alltag an den Mann – oder die Frau – zu bringen. Dies gelingt den Firmen durch unterschiedliche Instrumente, die der Offizin zur Verfügung gestellt werden, wie z.B. Dekorationen für Schaufenster, Sonderangebote und Treuerabatte.

Doch nicht nur im OTC-Bereich lohnt sich eine geschickte Kooperation mit den Pharmazeuten. Auch bei verschreibungspflichtigen Medikamenten (Rx) übernimmt die Offizin eine ganz entscheidende Rolle: Für viele Patienten ist sie die erste Anlaufstelle, insbesondere bei Erstverschreibung des Arzneimittels oder bei Auftreten unerwünschter Arzneimittelwirkungen. Behalten Sie dies bei der Einführung Ihres nächsten Rx-Produktes im Hinterkopf und nutzen Sie die folgenden Tipps für eine gelungene Zusammenarbeit mit den Apotheken!

«Sola dosis facit venenum»

Apotheker nehmen sich für die Beratung der Patienten viel Zeit. Rund um die Uhr beantworten sie Fragen zu Dosierungen, Arzneimittelanwendungen und -wirkungen. Eine Unterstützung am Point-of-Sale kommt den Pharmazeuten deshalb sehr gelegen. Dafür eignen sich insbesondere Informationsmaterialien, die in einem praktischen Format an die Patienten ausgehändigt werden können. Qualität geht dabei vor Quantität (wobei der Apotheker wahrscheinlich eher sagen würde: «Die Dosis macht das Gift»). Gibt es Besonderheiten bei der Dosierung und/oder der Anwendung Ihres Arzneimittels? Dann sollten Sie die Erstellung eines illustrierten Flyers – z.B. in Form einer Erklärkarte – in Erwägung ziehen. Für Arzneiformen wie Injektionslösungen ist auch die Erstellung eines Demo-Kits sinnvoll. Die Patienten, die diese Verabreichungen selbstständig zu Hause durchführen, können in der Apotheke vorgängig genau instruiert und somit potenzielle Anwendungsfehler vermieden werden.

Dienstleistung gefällig?

Apotheken sind kompetent und einfach erreichbar. Kundinnen und Kunden sind zeitlich flexibel und können sich bei gesundheitlichen Problemen – ganz ohne Termin – an die Offizin wenden. In bestimmten Fällen kann und muss die Applikation eines Rx-Präparates in der Apotheke erfolgen. Einige Krankenkassen bieten aus diesem Grund sogar das «Apothekenmodell» an. Häufig werden hierfür sogenannte Algorithmen eingesetzt, um die bestmögliche therapeutische Massnahme für den Patienten zu ermitteln, wobei auch die Abgabe eines verschreibungspflichtigen Präparates notwendig sein kann. In vielen medizinischen Bereichen wie z.B. der Allergologie, Urologie und Gynäkologie konnten solche Algorithmen bereits erfolgreich umgesetzt werden und sind nun ein fest integrierter Bestandteil des Apothekenalltags.

«Dörf ich das Heftli mitneh?» 

Einen Satz, den Apotheker häufig zu hören kriegen. Apothekengruppierungen und -ketten bieten aus diesem Grund sogar eigene Zeitschriften an, die in regelmässigen Abständen erscheinen. Die Offizin hat die Möglichkeit diese Magazine, diverse Broschüren und allfällige andere Prospekte proaktiv an die Kundschaft abzugeben. Angehörige und Betroffene werden mit Informationen rund um die Themen Gesundheit und Prävention versorgt und sensibilisiert. Wollen Sie über ein relevantes Krankheitsbild informieren? Wir unterstützen Sie gerne bei einem redaktionellen Beitrag. Zögern Sie nicht: Die nächste Ausgabe der astreaAPOTHEKE erscheint schon im April! 

Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker

Ja wirklich – fragen Sie! Ärzte werden häufig im Rahmen von Advisory Boards oder Interviews für Marktforschungen zu Rate gezogen, und das ist auch gut so. Aber auch Apotheker können Ihnen wichtige Inputs zum bevorstehenden Produkt-Launch liefern. Schliesslich wissen sie bei spezifischen Indikationen über die arzneimittelbezogenen Probleme der Patienten am besten Bescheid. Brauchen Sie Unterstützung bei der Erstellung einer Dosierkarte oder eines Instruktionsflyers für Ihre nächstes Produkt? Dann wäre ein Apotheker-Workshop oder eine Online-Befragung unter Pharmazeuten genau das Richtige!

Benötigen Sie für Ihren nächsten Produkt-Launch Inputs von Pharmazeuten? Wir beraten Sie gerne!

Walter Kaiser
  • 20 Jahre Erfahrung im Pharmaagentur-Business
  • > 10 Jahre Erfahrung in verschiedenen Positionen in der Pharmaindustrie
  • Klinische Erfahrung: Innere Medizin
  • Workshop-Moderation D/E
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CEO
Dr. med. MA HSG
Tania Weng-Bornholt
  • Langjährige Erfahrung in der Pharmaindustrie und in nationalen Verbänden
  • Breites Netzwerk als Leiterin einer nationalen Healthcare-Plattform
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Tania Weng-Bornholt

Senior Consultant, Teamleiterin
Dr. rer. pol.

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